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Detlef Neumann

Spartenleiter
Detlef Neumann

Ilksbachstr. 15
34346 Hann. Münden

Tel.: 0551 78351

Handy: 0160 3215100

E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.


Was ist eigentlich Jiu-Jitsu?

 

Jiu-Jitsu ist ein umfassendes und effektives japanisches Allround-Kampfsystem. Jiu-Jitsu (früher: Yawara) ergänzte in früherer Zeit die üblichen Kampftechniken der Samurai.

Jiu-Jitsu bedeutet übersetzt so viel wie "nachgiebige Kriegskunst" oder "Sanfte Kunst". "Jiu" bedeutet Nachgeben oder Ausweichen, "Jitsu" heißt Kunst. Es bedeutet, dass man die Kraft des Gegners nutzt, um diesen zu überwältigen.

Diese Kunst des waffenlosen Zweikampfes wurde 1905 von Erich Rahn in Deutschland eingeführt. Er gründete 1906 in Berlin die erste Jiu-Jitsu-Schule Deutschlands, die noch heute existiert. Im Jiu-Jitsu -Training werden Techniken zur Selbstverteidigung wie Würfe, Hebel- und Transportgriffe geübt. Außerdem werden Schlag- und Tritttechniken gegen vitale Punkte (Schwachstellen) des menschlichen Körpers gelehrt ("Atemi-Techniken").

Der Grundcharakter des Jiu-Jitsu ist rein defensiv. Daher beinhaltet es nur Verteidigungstechniken, die immer als Reaktion auf einen Angriff folgen. Was diese Kunst so besonders macht, ist die Tatsache, dass es keine fest vorgeschriebenen Techniken gibt. Vielmehr setzt sich das Jiu-Jitsu wie ein Baukasten zusammen, aus dem der Schüler diejenigen Elemente wählen kann, die ihm besonders liegen. So stehen dem Schüler Block-, Tritt- und Schlagtechniken wie beispielsweise im Karate, die Würfe, Fallschule, Würge- und Hebeltechniken wie im Judo und Aikido und verschiedenste Elemente aus unzähligen anderen Kampfkünsten zur Verfügung, aus denen er sich seine individuelle Verteidigungstechnik erstellen kann. Im Training lernt er, diese Einzelteile zu sinnvollen Techniken zusammenzufügen und kann erproben, mit welchen Elementen er besonders gut zurechtkommt. Daraus stellt er sich dann mit Hilfe des Trainers "seine Techniken" zusammen, die er im Ernstfall instinktiv einsetzen kann.

Das moderne Jiu-Jitsu ist eine gute Möglichkeit der Selbstverteidigung und stärkt das Selbstbewusstsein für einen möglichen Ernstfall. Jiu-Jitsu ist auch die Quelle vieler neuer Kampfsysteme und Kampfsportarten. So entwickelte Jigaro Kano Ende des 19. Jahrhunderts die Kampfsportart Judo aus dem Jiu-Jitsu.

Morihei Ueshiba schuf sein Aikido ebenfalls in erster Linie aus dem Jiu-Jitsu und schließlich haben auch etliche Stilrichtungen des Karate, welches generell allerdings eine andere Geschichte hat, ihre Wurzeln im Jiu-Jitsu.

 

 

Mehr als nur eine sportliche Betätigung!

Da JIU JITSU als reine Verteidigungskunst- und Technik entstanden ist, setzt
sie sich aus allen nur erdenkbaren Möglichkeiten körperlicher Anwendungen
zusammen, die man in 8 Hauptpunkte untergliedern kann:

1. SCHLAGEN
... mit allen Körperteilen, die dazu geeignet sind, bedeutet eine
halbkreisförmige Bewegung

2. STOSSEN
... mit allen Körperteilen, die dazu geeignet sind, bedeutet eine Gerade auf
kürzesten Weg zum Ziel

3. WERFEN
... Wurftechniken in jeder erdenklichen Vielfalt, Technik und Präzision

4. FALLEN
... die Fallschule in ihrer vielfältigen Art und Weise

5. DREH- UND SPIRALBEWEGUNG
... die in der Hauptsache auf dem Angriffsschwung basieren und diesen
Umsetzen

6. HEBEL
... jeglicher Art, überall wo ein Gelenk ist, vom kleinen Finger bis zum
Nacken

7. PARADEN – BLOCKADEN
... zur Abwehr und zum Angriff

8. WÜRGEGRIFFE
... von Seiten des Verteidigers aus, unter Einbeziehung der Kleidung

 

 

Wo ist JIU JITSU?

Immer da wo man gerade ist,
man hat es immer dabei, kann es nie vergessen
oder irgendwo liegen lassen!

 

 

 

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